Allgemeine Reisebedingungen/AGB

Liebe Kundinnen und Kunden,

 

die nachfolgenden Bestimmungen werden, soweit wirksam vereinbart, Inhalt des zwischen der Kundin/dem Kunden und der Frauen Wandern Anders UG (haftungsbeschränkt), Bürgermeister-Sappl-Str. 5 mit Sitz in 83646 Bad Tölz - nachfolgend die Veranstalterin - zu Stande kommenden Reisevertrages. Sie ergänzen die gesetzlichen Regelungen der §§ 651a-y des Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) und die Informationsvorschriften für Reiseveranstalter gemäß der §§ 4 - 11 der Verordnung über Informations- und Nachweispflichten nach bürgerlichem Recht (BGB-InfoV) und füllen diese aus.

 

Die Angebote an geführten Wanderreisen auf dieser Webseite richten sich, sofern nicht anders angegeben, ausschließlich an Frauen. Bei Interesse dürfen uns selbstverständlich auch Männer oder gemischte Gruppen ansprechen, wir erstellen gern individuelle Wandertouren, zum Beispiel für einen Firmenausflug.

 

Wir bitten darum, diese Reise- und Geschäftsbedingungen vor der Buchung eines Angebots sorgfältig durchzulesen.

 

1. Teilnahmeberechtigung

An den Reiseangeboten kann jede/r teilnehmen, die/der gesund ist, die in der jeweiligen Reisebeschreibung genannten Voraussetzungen erfüllt und die erforderliche Ausrüstung mitführt, sofern diese nicht von der Veranstalterin gestellt wird.

Die Kundin/der Kunde verpflichtet sich, die Veranstalterin vor dem Beginn des Reiseangebotes über etwaige gesundheitliche Probleme oder Einschränkungen zu informieren.

 

Die Veranstalterin ist berechtigt, vor, zu Beginn oder während eines Reiseangebots den Reisevertrag fristlos zu kündigen, wenn die Kundin/der Kunde trotz einer entsprechenden Mahnung seitens der Veranstalterin nachhaltig stört, sich vertragswidrig verhält oder sofern Zweifel daran aufkommen, dass die Kundin/der Kunde die unter Ziffer 1.1 genannten Anforderungen erfüllt.

 

Im Falle einer unter Ziffer 1.3 genannten Kündigung behält die Veranstalterin den Anspruch auf den Reisepreis. Dies gilt nicht für ersparte Aufwendungen sowie die Vorteile, die ihr aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung entstehen.

 

2. Teilnahme von Minderjährigen

Wenn Minderjährige an unseren Angeboten teilnehmen möchten, muss die Anmeldung von den Erziehungsberechtigten unterschrieben werden. Dies gilt auch für Schulklassen. Die Erziehungsberechtigten sind dazu verpflichtet, die Veranstalterin über etwaige gesundheitliche Einschränkungen schriftlich in Kenntnis zu setzen und mit ihrer Unterschrift zu bestätigen, dass der/die Minderjährige fähig ist, am gebuchten Angebot teilzunehmen. Die Aufsichtspflicht liegt bei den begleitenden Lehrpersonen bzw. Erwachsenen. Im Übrigen gilt Ziffer 1. entsprechend. 

 

3. Vertragsschluss

Das Angebot der Veranstalterin ist freibleibend und basiert auf der entsprechenden Reisebeschreibung.

 

Die Anmeldung kann schriftlich, per E-Mail oder über das Online-Buchungsformular erfolgen und gilt als verbindlich. Die Kundin/der Kunde ist für die Richtigkeit und Vollständigkeit ihrer/seiner Angaben verantwortlich. Die Teilnahme an einem Reiseangebot wird nach Eingangsdatum der Anmeldung vergeben. Eine telefonische Reservierung ist nicht möglich.

 

Der Vertrag kommt mit der elektronischen Auftragsbestätigung durch die Veranstalterin und mit dem darin genannten Leistungsumfang zustande. Weicht der Inhalt der Auftragsbestätigung vom Inhalt der Buchung ab, so liegt ein neues Angebot der Veranstalterin vor. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, wenn die Kundin/der Kunde die Annahme durch ausdrückliche Erklärung, Anzahlung oder Restzahlung oder die Inanspruchnahme der Reise- bzw. Angebotsleistungen erklärt.

 

Der Vertragsschluss erfolgt in deutscher Sprache.

 

4. Bezahlung

 

Befristete Änderung der AGB für alle Reisen im Reisezeitraum zwischen 01.06.2020 bis 31.10.2020.

Für Vertragsabschlüsse ab dem 17.04.2020 besteht eine Zahlungspflicht seitens des Kunden erst 7 Tage vor Reisebeginn und erst dann wenn keine behördlichen Restriktionen (z.B. Reisewarnungen) im Zusammenhang mit dem Coronavirus am Reiseort bestehen, die den Reiseverlauf erheblich beeinträchtigen würden. Unabhängig davon übergibt die Veranstalterin direkt bei Vertragsabschluß einen Sicherungsschein für Pauschalreisen nach § 651r BGB.

 

Für alle Reisen mit späterem Reisezeitraum gilt:   

Der Reisepreis wird nach Vertragsschluss und mit Rechnungsstellung sowie Aushändigung des Sicherungsscheins für Pauschalreisen nach § 651r BGB innerhalb von 20 Tagen ohne Abzug im Voraus fällig. Erfolgt der Vertragsschluss weniger als 20 Tage vor dem Beginn der Reise, ist der Reisepreis nach Rechnungsstellung sowie Aushändigung des Sicherungsscheins für Pauschalreisen nach § 651r BGB sofort und ohne Abzug im Voraus fällig. Eine Verpflichtung zur Aushändigung eines Sicherungsscheines für Pauschalreisen besteht nicht, wenn die Veranstaltung nicht länger als 24 Stunden dauert, keine Übernachtung einschließt und der Reisepreis € 100,-- nicht übersteigt.

 

Der Preis für unsere Angebote an Schulen wird nach Vertragsschluss und mit Rechnungsstellung innerhalb von 10 Tagen ohne Abzug im Voraus fällig. Erfolgt der Vertragsschluss weniger als 15 Tage vor dem Beginn eines Angebots, ist der Preis nach Rechnungsstellung sofort und ohne Abzug im Voraus fällig. 

 

Wird die Zahlung nicht, nicht fristgemäß oder unvollständig geleistet, ist die Veranstalterin berechtigt, nach Mahnung mit Fristsetzung vom Reisevertrag zurückzutreten und die Rücktrittskosten nach Ziffer 5. zu verlangen.

 

5. Rücktritt und Stornierung

Vor Reisebeginn bzw. vor Beginn eines Angebots an Schulen kann die Kundin/der Kunde jederzeit vom Vertrag zurücktreten. Der Rücktritt ist schriftlich gegenüber der Veranstalterin zu erklären.

 

Je nach Zeitpunkt der schriftlichen Rücktrittserklärung fallen für die Kundin/den Kunden abhängig vom Reisepreis bzw. Angebotspreis folgende Stornogebühren an:

 

bis 21 Tage vor Reise-/Angebotsbeginn: 30 %

20 bis 15 Tage vor Reise-/Angebotsbeginn: 50 %

ab dem 14. Tag vor Reise-/Angebotsbeginn: 80 %

ab 48 Stunden vor Reise-/Angebotsbeginn: 100 %

 

6. Benennung einer Ersatzteilnehmerin/eines Ersatzteilnehmers

Kann eine Kundin/der Kunde eine von ihr/ihm gebuchte Reise - z. B. krankheitsbedingt - nicht antreten, ist es ihr/ihm möglich, eine dritte Person zu benennen, die die Reise an ihrer/seiner Stelle antritt, sofern diese die unter Ziffer 1. genannten Teilnahmevoraussetzungen erfüllt. Die Ansprüche und Verpflichtungen, die sich aus dem mit der/dem ursprünglichen Kundin/Kunden geschlossenen Vertrag ergeben, gehen in diesem Fall auf die Ersatzteilnehmerin/den Ersatzteilnehmer über, § 651e BGB gilt entsprechend.

 

Die Ersatzteilnehmerin/der Ersatzteilnehmer muss der Veranstalterin vor Reiseantritt gemeldet werden, spätestens jedoch drei Stunden vor dem vereinbarten Treffpunkt zu Beginn der Reise. Bei einer späteren Meldung kann die Ersatzteilnehmerin/der Ersatzteilnehmer nicht berücksichtigt werden.

 

7. Rücktritt durch die Veranstalterin

Ausschließlich die Veranstalterin kann Angebote wetterbedingt absagen. Eine wetterbedingte Absage eines Angebots erfolgt spätestens drei Tage vor dem festgelegten Beginn. In diesem Fall wird das Angebot auf das nächstmögliche Datum verschoben. Die Kundin/der Kunde erhält auf Wunsch alternativ eine Gutschrift, die sie/ihn dazu berechtigt, innerhalb eines Jahres an einem gleichwertigen Angebot ihrer/seiner Wahl teilzunehmen.

 

Die MindestteilnehmerInnenzahl der Reiseangebote liegt grundsätzlich bei 4 Personen, sofern bei dem jeweiligen Angebot nicht anders angegeben (z.B. Alpenüberquerungen Mindestteilnehmer 6 Personen). 

 

Wird die MindestteilnehmerInnenzahl nicht erreicht, behält sich die Veranstalterin vor, den Rücktritt innerhalb folgender Frist zu erklären:

 

Spätestens 20 Tage vor Reisebeginn bei einer Reisedauer von mehr als sechs Tagen,

Spätestens 7 Tage vor Reisebeginn bei einer Reisedauer von mindestens zwei und höchstens sechs Tagen

Spätestens 48 Stunden vor Reisebeginn bei einer Reisedauer von weniger als 2 Tagen

 

In diesem Fall werden bereits geleistete Reisezahlungen vollständig zurückerstattet. Ein Anspruch auf Schadensersatz seitens der Kundin/des Kunden ist ausgeschlossen.

 

Die Veranstalterin behält sich das Recht vor, ein bereits stattfindendes Angebot aus Sicherheitsgründen, z. B. Gewitter, Sturm etc. abzubrechen. In einem solchen Fall erfolgt keine Rückerstattung des Reise- bzw. Angebotspreises. Dies gilt nicht für ersparte Aufwendungen der Veranstalterin sowie die Vorteile, die ihr aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung entstehen.

Weitere Gründe für die Absage eines Angebotes durch die Veranstalterin führen dazu, dass die Kundin/der Kunde einen Anspruch auf Rückerstattung des bereits geleisteten Angebotspreises hat, sofern kein gleichwertiges Ersatzprogramm angeboten wird.

 

8. Umbuchung

Nach Abschluss des Vertrages hat die Kundin/der Kunde keinen Anspruch auf eine Änderung des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Art der Beförderung. Dasselbe gilt entsprechend für Angebote an Schulen.

 

9. Nicht in Anspruch genommene Leistungen

Sofern die Kundin/der Kunde einzelne Leistungen, die Bestandteil des gebuchten Angebotes sind und ihr/ihm ordnungsgemäß angeboten wurden, nicht in Anspruch und dies aus Gründen, die der Kundin/dem Kunden selbst zuzurechnen sind (z. B. eine vorzeitige Rückreise), hat diese/dieser keinen Anspruch auf eine anteilige Erstattung des Preises.

 

10. Besondere Bedingungen am Berg

Reisen in der Natur und insbesondere in den Bergen erfordert von den Kundinnen und Kunden ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Aufgrund des Wetters, besonderer Verhältnisse am Berg, im Hinblick auf konditionelle oder sonstige Voraussetzungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer oder wegen sonstiger Umstände kann die Reiseleitung Tour- und Programmänderungen vornehmen (siehe auch Ziffer 7.). Besondere Bedingungen und Anforderungen der einzelnen Angebote werden in der jeweiligen Tourenbeschreibung erläutert und sollten vor der Reisebuchung aufmerksam durchgelesen werden.

 

11. Fotorechte

Fotos und Videos, die von unseren Bergwanderführern im Rahmen unserer Touren und Reiseveranstaltungen gemacht werden, können für Werbezwecke im Bergwanderschulprogramm, auf der Homepage, in Printmedien und in Social Media (z.B. Instagram, Facebook) verwendet werden. Wenn das nicht gewünscht ist, muss dies der Veranstalterin schriftlich (per Mail: info@frauen-wandern-anders.de) mitgeteilt werden. Sollte bis zu Beginn der Veranstaltung keine Mitteilung erfolgt sein, gehen wir davon aus, dass mit der Veröffentlichung und entsprechender Verwendung Einverständnis besteht. Die Rechte für die Fotos liegen bei dem jeweiligen Fotografen.

 

12. Haftungsbeschränkung

Ansprüche der Kundin/des Kunden auf Schadensersatz sind ausgeschlossen. Ausgenommen sind davon Schadensersatzansprüche der Kundin/des Kunden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit oder aus der Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten (so genannte Kardinalpflichten) sowie die Haftung für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung der Veranstalterin, ihrer gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung zur Erreichung des Ziels des geschlossenen Vertrags notwendig sind.

 

Bei der Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten haftet die Veranstalterin nur auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, wenn dieser einfach fahrlässig verursacht wurde, es sei denn, es handelt sich um Schadensersatzansprüche der Kundin/des Kunden aus einer Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

 

Die in den Absätzen 1 und 2 genannten Einschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen der Veranstalterin, wenn Ansprüche direkt gegen diese geltend gemacht werden.

 

Die Veranstalterin empfiehlt jeder Kundin/jedem Kunden, zur eigenen Absicherung eine private Haftpflicht- und Unfallversicherung abzuschließen, welche die Risiken des alpinen bzw. des Bergwanderns mit einschließen.

 

13. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

Die Vertragssprache ist deutsch.

Gerichtsstand für alle Streitigkeiten ist der Sitz der Veranstalterin.

 

14. Schlussbestimmungen (Salvatorische Klausel)

Sofern Bestimmungen der vorliegenden Geschäftsbedingungen unwirksam sind, tritt an deren Stelle eine dem Sinn und Zweck entsprechende wirksame Bedingung.

 

Die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen bleibt von der Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen unberührt.

 

Stand: 17.04.2020

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Frauen Wandern Anders UG (haftungsbeschränkt)

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